Bildung - Hyperkulturell.de https://www.hyperkulturell.de Menschen, Kulturen, Vielfalt Sat, 28 Nov 2020 18:23:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 https://www.hyperkulturell.de/wp-content/uploads/2017/12/hk_h.png Bildung - Hyperkulturell.de https://www.hyperkulturell.de 32 32 Einen Schritt nach vorn https://www.hyperkulturell.de/download/einen-schritt-nach-vorn/ https://www.hyperkulturell.de/download/einen-schritt-nach-vorn/#respond Fri, 27 Nov 2020 15:24:58 +0000 https://www.hyperkulturell.de/?post_type=wpdmpro&p=8596 Rollenspiel zum Thema Chancengleichheit und Diskriminierung. Von handicap international.

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Rollenspiel zum Thema Chancengleichheit und Diskriminierung.

Von handicap international.

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Wochenrückblick https://www.hyperkulturell.de/wochenrueckblick-14/ https://www.hyperkulturell.de/wochenrueckblick-14/#respond Fri, 06 Dec 2019 11:20:59 +0000 https://www.hyperkulturell.de/?p=7254 Bildung, Integration, Kultur, Politik, Rassismus – das sind die Themen dieser Woche.

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Bildung, Integration, Kultur, Politik, Rassismus – das sind die Themen dieser Woche.

 

Bildung

Zeit: „Anlass für Alarm

 

Integration

Deutschlandfunk: „Integrationsgesetz in Teilen verfassungswidrig

Welt: „Ehrenamtler in Flüchtlingshilfe unter Rechtfertigungsdruck

NDR: „Flüchtlinge und Straftaten: Pistorius für Klarheit

Welt: „Boom auf dem Arbeitsmarkt geht maßgeblich auf Zuwanderer zurück

 

Kultur

NZZ: „Die Lage in Xinjiang ist absolut dramatisch, es handelt sich um einen kulturellen Genozid

 

Politik

Süddeutsche: „Bei Apple gehört die Krim jetzt zu Russland“

Frankfurter Rundschau: „Generalstreik in Frankreich: 800.000 protestieren – „historische Mobilisierung

FAZ: „Zwei Lager auf der Suche nach Lösungen

Spiegel: „„Sea-Watch 3“ fährt nun unter deutscher Flagge

 

Rassismus

Tagesspiegel: „Wenn der Hass krank macht

 

Haben Sie die Rückblick der letzten Woche verpasst? Sie finden ihn hier.

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#21 Mondlandung und Diversität https://www.hyperkulturell.de/21-mondlandung-und-diversitaet/ https://www.hyperkulturell.de/21-mondlandung-und-diversitaet/#respond Wed, 24 Apr 2019 08:33:09 +0000 https://www.hyperkulturell.de/?p=5991 Mondlandung, Diversität, Antisemitismus, Bildung, Islam – das sind die Themen dieser Woche. NZZ: „Die ersten Mondfahrer waren weiss, männlich, hetero. Soll man sie deswegen weniger bewundern?“ […]

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Mondlandung, Diversität, Antisemitismus, Bildung, Islam – das sind die Themen dieser Woche.
NZZ: „Die ersten Mondfahrer waren weiss, männlich, hetero. Soll man sie deswegen weniger bewundern?“

Gefeiert werden die Männer: „In diesem Jahr feiern wir mit fünfzig Jahren Mondlandung ein so männliches Jubiläum, dass Frauen die Geschichte einklagen möchten“. Manche weisen darauf hin, dass im Raumschiff auch Schwarze, Homosexuelle und Pazifisten fehlten. Doch was soll das? – fragt die NZZ. Noch nie habe eine Frau vom Mond aus auf die Erde hinuntergeschaut. Im Züricher Kunsthaus läuft die Ausstellung „Fly me to the Moon“, denn fünfzig Jahre sei es her, dass der erste Mensch auf dem Mond gelandet ist. Dort vertreten sind viele Künstlerinnen und besonderes ist: „Auf dem Ausstellungsplakat sieht man nicht etwa einen der zwölf Astronauten, die dort oben ihre Fussabdrücke hinterliessen, sondern eine Barbie mit Helm“. Sie entstammt dem Pop-Art-Gemälde „Cosmonaut No. 1“ des Künstlerduos „Dubossarsky & Vinogradov“. Der Begleittext zur Ausstellung erklärt dies genauer: „Auf dem Mond waren mitunter keine Frauen, keine Schwarzen, keine Asiaten, keine Armeegegner oder Pazifisten, keine Homosexuellen – diese sassen nur als Zuschauer vor den Bildschirmen, wenn überhaupt.“

Mehr dazu unter https://www.nzz.ch/wochenende/gesellschaft/50-jahre-mondlandung-fehlende-diversitaet-in-der-appollo-11-ld.1480596

 

FAZ: „Gegen die Boykotteure“

Dieses Zeichen gegen den Antisemitismus sei mehr als notwendig gewesen – so die FAZ. Der Bundestag hat mit großer Mehrheit eine Resolution gegen die BDS-Bewegung verabschiedet. Der Antisemitismus habe viele Gesichter und komme aus allen möglichen Richtungen: „Von rechts, von links und aus der vermeintlichen gesellschaftlichen Mitte“, in die zum Beispiel eine internationale Bewegung stößt, die unter dem Rubrum BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) firmiert. Diese bilde „die Speerspitze der sogenannten ‚Israel-Kritik‘“. Ihre Anhänger geben vor,“ für die Rechte der Palästinenser einzutreten“, gemeint sei aber, dass der Staat Israel, den der BDS als „Apartheidsregime“ bezeichnet, verschwinden solle. Und bis es soweit kommt, solle Israel politisch, wirtschaftlich und kulturell isoliert werden. Dagegen habe sich der Bundestag gestern nach Aussprache mit großer Mehrheit in einer Resolution gewendet, die CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne gemeinsam eingebracht haben: „Wer Menschen wegen ihrer jüdischen Identität diffamiert, ihre Freizügigkeit einschränken will, das Existenzrecht des jüdischen und demokratischen Staates Israel oder Israels Recht auf seine Landesverteidigung infrage stellt, wird auf unseren entschiedenen Widerstand stoßen“, heißt es darin.

Mehr dazu unter https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/zur-bds-resolution-des-bundestags-16192732.html

 

Spiegel: „Italien lässt geflüchtete Familien an Land“

Italien lässt nun einige Menschen an Land: „18 der 65 Menschen könnten aussteigen, darunter sieben Kinder mit ihren anwesenden Eltern und ein kranker Mann, teilte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Freitag mit.“ Salvini hatte zuvor klargemacht, dass das Schiff in Italien nicht anlegen dürfe: „Sie sind keine Retter, sondern Schlepper, und als solche werden sie behandelt. Für die Menschenhändler sind und bleiben die italienischen Häfen geschlossen“, erklärte er mit Blick auf die Hilfsorganisation. Laut Sea-Watch befand sich das Schiff am Freitag vor den Hoheitsgewässern der italienischen Insel Lampedusa. Die Organisation twitterte: „Alle Menschen sind gleich und haben das Recht auf einen sicheren Hafen. Ist Italien dazu nicht bereit, muss die EU eine Lösung finden“.

Mehr dazu unter https://www.spiegel.de/panorama/sea-watch-italien-laesst-gefluechtete-familien-an-land-a-1268094.html

 

Deutschlandfunk: „Alles, nur nicht auf Lehramt“

„Wir brauchen Imame und muslimische Religionslehrer, die in Deutschland studiert haben“ – heißt es aus der Bundesregierung. Aus diesem Grund starte im Herbst der neue Studiengang Islamische Theologie an der Berliner Humboldt-Uni. 80 Studienplätze stehen zum Wintersemester zur Verfügung, sagt Gründungsdirektor Michael Borgolte: „Wi[r] können am 1.10. beginnen. Wir haben eine Studienordnung und eine Prüfungsordnung für einen Bachelor in Islamischer Theologie.“ Noch sind nicht alle Professuren besetzt, der Zeitplan isei eng. In diesem Studiengang solle es allerdings keine Lehramtsoption geben – denn die nötigen Praktikumsplätze fehlen noch. Der CDU-Abgeordnete Adrian Grasse: „Wir bedauern das sehr. Unser eigentliches Anliegen war, gerade diese Lehramtsoption zu schaffen. Und damit wird der Grundgedanke auf den Kopf gestellt, im Grunde ad absurdum geführt. Unser wichtigstes Anliegen als CDU-Fraktion war es, gerade gut ausgebildete Lehrer an unseren Schulen einsetzen zu können.“ Doch wie formuliert es der Senat?

Mehr dazu unter https://www.deutschlandfunk.de/studiengang-islamische-theologie-alles-nur-nicht-auf-lehramt.680.de.html?dram:article_id=449566

 

Welt: „Passt der Islam auf einen Bierdeckel?“

Was sagt man zu solch einem Streit? Hessen streitet derzeit über Getränkeuntersetzer, die eigentlich zu einer Auseinandersetzung mit dem Islam anregen sollen. Auf ‚den runden Pappen‘ werden Fragen aus dem religiösen Alltag von Muslimen aufgeworfen – aber leider nicht beantwortet. „Ich hätt da mol e Fraache!“ – hat sich nun die Integrationsbeauftragte in Maintal bei Frankfurt zunutze gemacht und fünftausend Bierdeckel für Kneipen drucken lassen, auf denen etwa steht: „De Mohammed – was war denn des eischendlich für aaner?“, „Derfe die Fußballer im Ramadan gar nix esse?“, „Was wird in so ’ner Moschee eischendlisch gemacht?“ Doch die Antworten, vom Chef des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, persönlich abgenommen, formulierten Islamwissenschaftler. Leider stehen sie nicht auf dem Bierdeckel. Wer ihn umdreht, findet nur eine Internetadresse. Mittlerweile aber habe der türkischstämmige Vorsitzende des Ausländerbeirats Protest eingelegt. Der Bierdeckel, „ein alkoholaffines Kulturgut urhessischer, ja urgermanischer Lebensart, sei definitiv das falsche Kommunikationsmittel in Sachen Islam: Gläubige Muslime trinken nicht.“

Mehr dazu unter https://www.welt.de/debatte/kommentare/article193728387/Ich-haett-da-mol-e-Fraache-Passt-der-Islam-auf-einen-Bierdeckel.html

 

Migration

FAZ: „Ihre Todfeinde suchen nach ihnen“

Mehr dazu unter https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ihre-todfeinde-suchen-nach-ihnen-zwei-homosexuelle-fluechtlinge-fuerchten-um-ihr-leben-16190892.html

 

Süddeutsche: „Ich habe keinen festen Wohnsitz“

Mehr dazu unter https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/seenotrettung-pia-klemp-fluechtlinge-1.4449214?reduced=true

 

Welt: „Flüchtlingszahl im April minimal gestiegen“

Mehr dazu unter https://www.welt.de/regionales/hamburg/article193964179/Fluechtlingszahl-im-April-minimal-gestiegen.html

 

Tagesspiegel: „Matteo Salvini Italiens Innenminister in Not“

Mehr dazu unter https://m.tagesspiegel.de/politik/matteo-salvini-italiens-innenminister-in-not/24366784.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

 

NDR: „Polen: Rechten Trollen auf der Spur“

Mehr dazu unter https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Polen-Rechten-Trollen-auf-der-Spur,trollfabrik102.html

 

ZDF: „Seenotretter: Wir haben kein Gesetz gebrochen“

Mehr dazu unter https://www.zdf.de/nachrichten/heute/rettungsschiff-seawatch-drei-wurde-von-italienischen-behoerden-beschlagnahmt-100.html

 

Frankfurter Rundschau: „Sport für Geflüchtete in Kriftel“

Mehr dazu unter https://www.fr.de/rhein-main/main-taunus-kreis/kriftel-ort99982/sport-gefluechtete-12302807.html

 

Antisemitismus

Spiegel: „Unbekannte sollen antisemitischen Angriff auf Wohnhaus verübt haben“

Mehr dazu unter https://www.spiegel.de/panorama/justiz/hemmingen-bei-hannover-mutmasslicher-antisemitischer-angriff-auf-wohnhaus-a-1268322.html

 

TAZ: „Ohne Wenn und Aber“

Mehr dazu unter http://www.taz.de/Gastkommentar-BDS-und-Antisemitismus/!5593381/

 

NZZ: „Der andere Blick: Deutschlands Parlamentarier sagen der antisemitischen BDS-Kampagne den Kampf an. Gut so!“

Mehr dazu unter https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/bds-bundestag-will-antisemitische-kampagne-verurteilen-ld.1482547

 

Islam

Welt: „Islam oft mit Terror und überkommenen Werten in Verbindung gebracht“

Mehr dazu unter https://www.welt.de/politik/deutschland/plus193778421/Islam-im-Schulbuch-Botschaft-Muslime-sind-potenziell-nicht-zugehoerig.html

 

Weiteres

NZZ: „Europawahl: Sind abgehängte Regionen Brutstätten des Populismus?“

Mehr dazu unter https://www.nzz.ch/wirtschaft/europawahl-sind-abgehaengte-regionen-brutstaetten-des-populismus-ld.1482101

 

FAZ: „Es war an der Zeit, dass man die Intention von Anne ernst nimmt“

Mehr dazu unter https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/wie-eine-germanistin-anne-frank-zur-autorin-gemacht-hat-16182506.html

 

Spiegel: „Eine für unten“

Mehr dazu unter https://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-kreuzberg-taina-gaertner-kaempft-gegen-gentrifizierung-a-1266215.html

 

Haben Sie den Rückblick der letzten Woche verpasst? https://www.hyperkulturell.de/20-kopftuchverbot-und-kriminalitaet/

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Der Truthahn und der Papagei https://www.hyperkulturell.de/der-truthahn-und-der-papagei-vom-wert-des-zuhoerens/ https://www.hyperkulturell.de/der-truthahn-und-der-papagei-vom-wert-des-zuhoerens/#comments Wed, 28 Feb 2018 16:54:16 +0000 https://www.hyperkulturell.de/?p=3657 Der Truthahn und der Papagei – vom Wert des Zuhörens. Nasreddin Hoca ist eine prominente Figur humoristischer Geschichten aus dem arabischen Kulturraum. Er ist vielleicht am ehesten mit […]

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Zuhoeren - eine orientalische Anekdote
Der Truthahn und der Papagei – vom Wert des Zuhörens. Nasreddin Hoca ist eine prominente Figur humoristischer Geschichten aus dem arabischen Kulturraum. Er ist vielleicht am ehesten mit dem deutschen Eulenspiegel vergleichbar und Protagonist zahlreicher anekdotischer Erzählungen.

Bei Literaturrecherchen zum Thema Zuhören sind wir auf die nachfolgend von uns illustrierte Anekdote von Truthahn und Papagei gestoßen, in der es um den Wert des Zuhörens geht. Vom Originaltext, der durchaus variantenreich überliefert ist, sind wir abgewichen und haben hauptsächlich die Idee der Geschichte erhalten. Wir haben eine Bildergeschichte dazu gestaltet. Diese wurde dann in einen kurzen Animationsfilm verwandelt.

Zum Illustrator: Christian Freydank, Diplomdesigner; Schwerpunkt Illustration und mediengestützte Illustration; Gestaltung informativer Illustrationen, Storyboards, Erklärvideos. Web: www.christianfreydank.de 

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Vorurteile verstehen und erkennen – Weiterbildung in Mainz https://www.hyperkulturell.de/vorurteile-verstehen-und-erkennen-weiterbildung-in-mainz/ https://www.hyperkulturell.de/vorurteile-verstehen-und-erkennen-weiterbildung-in-mainz/#respond Thu, 08 Mar 2018 13:37:45 +0000 https://www.hyperkulturell.de/?p=3686 Das ZWW Mainz bietet folgende Weiterbildung an: „Mal unterschwellig, mal offen – Vorurteile sind ein allgegenwärtiges soziales Phänomen, die nur schwer reduziert oder gar bekämpft werden […]

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Das ZWW Mainz bietet folgende Weiterbildung an: „Mal unterschwellig, mal offen – Vorurteile sind ein allgegenwärtiges soziales Phänomen, die nur schwer reduziert oder gar bekämpft werden können. Die Lösung zahlreicher gesellschaftlicher Herausforderungen, darunter insbesondere die Integration von Zugewanderten, wird durch die Vorurteilsproblematik erschwert.

Ziel des Seminars ist es Vorurteile aus der psychologischen Perspektive und auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu beleuchten: sie zu verstehen, zu erkennen und damit angemessen umzugehen.

In diesem Zusammenhang werden u. a. folgende Inhalte thematisiert: Unterscheidung zwischen Vorurteilen und Erfahrungen; Entstehung, (Schutz-)funktion und Manifestierung von Vorurteilen; Empfänglichkeit für Vorurteile; Hilfsbereitschaft mit Vorurteilen – ein paradoxes Phänomen; Bedingungen für den Abbau von Vorurteilen. Anknüpfend an die Erfahrungen der Teilnehmenden wird über die Effektivität von gängigen Praktiken diskutiert, z.B. Aufklärung, Argumentation und persönliche Kontakte.

Ergänzend zu der theoretischen Erörterung der Vorurteilsproblematik wird ein Methodenworkshop (16.05.2018) angeboten, der bei entsprechenden theoretischen Vorkenntnissen unabhängig von dieser Veranstaltung gebucht werden kann.“

Anmeldung: https://zww-seminarshop.de/index.php?main_page=product_info&cPath=1010016&products_id=1220180088

Leitung: Dr. Eszter Monigl
Max. Teilnehmer: 20
Gebühren: 130,00 EUR
Termin: 20.03.2018
Anmeldeschluss: 09.03.2018
Zeitraum: 20.03.2018 / 09:30-16:30
Seminarnummer: 20180088

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Stereotype sind janusköpfig https://www.hyperkulturell.de/stereotype-sind-januskoepfig/ https://www.hyperkulturell.de/stereotype-sind-januskoepfig/#respond Wed, 07 Mar 2018 16:42:57 +0000 https://www.hyperkulturell.de/?p=3654 Stereotype und Vorurteile sind allgegenwärtig. Aber: Was bedeuten die beiden Begriffe eigentlich genau? Walter Lippmann hat mit seinem Buch Public Opinion 1922 den Begriff Stereotyp erstmals […]

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Stereotype und Vorurteile sind allgegenwärtig. Aber: Was bedeuten die beiden Begriffe eigentlich genau?

Walter Lippmann hat mit seinem Buch Public Opinion 1922 den Begriff Stereotyp erstmals verwendet, um soziale Strukturen der Gesellschaft darzustellen (vgl. Gardner 1994: 1-5). Lippmann charakterisierte Stereotype als „pictures in our heads“ (Lippmann 1922: 98). Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe Stereotyp und Vorurteil häufig synonym verwendet, obwohl sie voneinander abzugrenzen sind.

Vage Vorstellungen

Stereotype sind vage Vorstellungen davon, wie Menschen sind (Spanier sind leidenschaftlich, Deutsche humorlos, Amerikaner egozentrisch). Sie lassen sich als generalisierte Überzeugungen, als Bilder in unseren Köpfen zu bestimmten Personengruppen verstehen. Vorurteile hingegen sind stärker im Urteil (z.B.: Alle Muslime sind Terroristen.). Sie haben eine Handlungsdimension. Unreflektierte Stereotype können in konkreten Lebenssituationen zu Vorurteilen werden, d.h. zu tatsächlichem Verhalten bzw. Handeln führen. Vorurteile sind auch stärker emotional aufgeladen.

Gesellschaftlich konstruiert

Stereotype sind das Resultat historisch-politischer, geografischer und sozialer Entwicklungen (vgl. Friesenhahn) – sie sind gesellschaftlich konstruiert. Statisch sind sie insofern, als eine erstaunliche  Beharrlichkeit gegenüber neuen Informationen festzustellen ist: Stereotype sind sehr weit verbreitet und halten sich z.T. über Jahrhunderte (vgl. alte sog. Völkertafeln aus dem 17. Jhdt.).

Janusköpfig

Es gibt eine weitere Besonderheit: Stereotype und vorverurteilende Vorstellungen sind janusköpfig.  Was bedeutet das? Es handelt sich um eine Metapher. Janus war ein römischer Gott. Er ist doppelgesichtig und ein Symbol für Zwiespältigkeit. Stereotype erfüllen sinnvolle Funktionen, haben aber auch Schattenseiten – sie sind also janusköpfig. Alexander Thomas nennt sechs Funktionen von Stereotypen und Vorurteilen: Orientierungsfunktion, Anpassungsfunktion, Abwehrfunktion, Selbstdarstellungsfunktion, Abgrenzungs- und Identitätsfunktion sowie Steuerungs- und Rechtfertigungsfunktion (vgl. Thomas 2006: S. 4-7).

3 sinnvolle Funktionen

Funktionalistisch reduziert  kann man von drei Funktionen sprechen, die die Janusköpfigkeit charakterisieren. Zunächst zu den 3 sinnvollen Funktionen: Stereotype und Vorurteile vereinfachen und reduzieren Komplexität. Sie helfen uns somit bei der Orientierung in einer nahezu unüberschaubaren Welt.  Auf diese Weise erfüllen sie eine wichtige kognitive Funktion. Mit stereotypen Vorstellungen und Vorurteilen grenzen wir uns von anderen ab. Wir stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der eigenen Gruppe. „Wir sind so, und die sind anders!“ Stereotype und Vorurteile haben also auch eine soziale Funktion. Viele Stereotype und Vorurteile geben uns das Gefühl, anderen überlegen zu sein. Dies scheint auf den ersten Blick nicht gerade sympathisch, ist psychologisch betrachtet aber von Vorteil: Wir fühlen uns in unserm Selbstbewusstsein gestärkt. Damit erfüllen Stereotype eine wichtige affektive Funktion.

3 Schattenseiten

Jede der soeben genannten sinnvollen Funktionen hat aber auch eine Schattenseite. Der große Nachteil von Vereinfachungen: Wichtige Details und Besonderheiten bleiben unberücksichtigt. Die bunte Vielfalt auch innerhalb einer Kultur kommt zu kurz. Wir scheren alle über einen Kamm. Ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb einer Gruppe ist wichtig. Kann aber auch dazu führen, dass andere ausgeschlossen werden. Weil unsere stereotypen Vorstellungen sagen, dass ein Mensch nicht zu uns ‚passt‘. Selbstbewusstsein ist wichtig. Und natürlich wollen wir uns alle gut fühlen. Aber müssen wir uns deshalb gegenseitig abwerten? Und wohin führt das? Die Grenzen zwischen Überlegenheit und Überheblichkeit sind fließend. Stereotype sind janusköpfig.

Mit diesem Wissen können wir unsere stereotypen Vorstellungen und Vorurteile kritisch prüfen, wenn wir anderen Menschen begegnen.

 

Literatur

Friesenhahn, Günter: Stereotypen und Vorurteile. In: Modul „Interkulturelles Lernen“ auf dem Portal der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. IJAB : https://www.dija.de/fileadmin/medien/downloads/Dokumente/Guenter2IKL.pdf (16.11.2017)

Ganter, Stephan 1997: Stereotype und Vorurteile: Konzeptualisierung, Operationalisierung und Messung. Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, Mannheim.

Gardner, R. C. 1994: Stereotypes as Consensual Beliefs. In: Mark P. Zanna und James M. Olson (Hg.): The Psychology of Prejudice (The Ontario Symposium on Personality and Social Psychology; 7.) Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum, S. 1-5.

Lippmann, Walter 1992: Public Opinion. New York: Harcourt Brace.

Quasthoff, Uta 1998: Ein Beitrag zur Dynamisierung der Stereotypenforschung. In: Heinemann, Margot (Hg.): Sprachliche und soziale Stereotype (= Forum angewandte Linguistik), Peter Lang Verlag, Frankfurt/M. S. 47-72.

Thomas,  Alexander 2006: Die Bedeutung von Vorurteil und Stereotyp im interkulturellen Handeln. In: Interculture Journal. Bd. 5, Nr. 2.

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