Screencast

Online-Lehre lässt sich auch mit sog. Screencasts gestalten. Screencasts sind Präsentationen (z.B. per PowerPoint), die mit gesprochenen Erklärungen angereichert und online als Film bereitgestellt werden. Ein nützliches Tutorial hat Katja Politt erstellt, es findet sich hier (externer Link). 

Stock-Videos 

Multimediales Lernen kann besonders effektiv sein, wenn es audio-visuelle Elemente enthält – Lernvideos sind hier eine Möglichkeit. Ihre Produktion ist anspruchsvoll.

In diesem Fall ist ein Rückgriff auf Stock-Videos denkbar, bei dem bereits vorhandenes Videomaterial gekauft wird. Dieses Material umfasst meist kurze Ausschnitte, die Teil eines bereits vorhandenen Videos werden oder aber komplett neu zusammengesetzt werden können. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch das Geld, das für das Erstellen von qualitativ hochwertigen Videosequenzen ausgegeben werden muss.

Außerdem kann durch Stock-Videos auf Videomaterial zugegriffen werden, dessen Erstellung für eine Einzelperson schlicht unmöglich wäre – beispielsweise historisches Material. Bei der Auswahl von Stock-Videos sind einige wichtige Aspekte zu beachten:

Ausschnitte, die Sie wählen, sollten real wirken und Ihr erstelltes Material lediglich unterstützen. Von der Verwendung nicht notwendiger Sequenzen ist abzuraten. Auch sollte stets ein Blick darauf geworfen werden, dass das Material aus dem Stock keinen Stilbruch im Vergleich zum restlichen Video darstellt. Farbe, Licht und Stil sollten hier besonders beachtet werden.

Erklärvideos

Erklärvideos können für Lernende eine große Bereicherung sein, wenn sie gut verständlich ein Thema behandeln und zur eigenständigen Beschäftigung mit dem Lerngegenstand beitragen.

Dafür sollte das Video nicht zu lang sein und neben Bild- auch Textmaterial enthalten. Wenn daneben auch Storytellings berücksichtigt wird, ist der Inhalt oft ansprechender, leichter zu verstehen und einprägsamer. Interaktive Videos ermöglichen sogar individuelles Arbeiten mit dem Film. Einen Überblick zu Erklärvideo-Tools finden Sie hier. 

Warum Digitalisierung in der Lehrerbildung?

Junge Menschen wachsen in einer digitalen Welt auf. Sie erleben tagtäglich eine lebhafte, dynamische multimediale Welt, insbesondere mit den vielfältigen Phänomenen des Internets an Computer, Tablet und Smartphone.

Diese Erfahrungen prägen junge Menschen intensiv und nachhaltig. Sie führen u.a. dazu, dass sich bestimmte Erwartungen entwickeln, wie Lernprozesse verlaufen (können und sollen). Darauf muss Schule als einer der wichtigsten Orte gesellschaftlicher Entwicklung reagieren. Darin liegt der simple Grund, warum sich Schule systematisch mit Digitalisierung beschäftigen muss. Schule muss sich der Digitalisierung stellen, sie verstehen und mitgestalten – und zwar proaktiv. Es geht also nicht nur darum, was wir lehren, sondern auch, wie wir lehren… weil sich Lerngewohnheiten sehr stark verändern, und damit auch Lernerwartungen und Anforderungen an Lehre.

Wissenserwerb, Wissensvermittlung, Kommunikation, Sprache, Denken: All das sind zentrale Bereiche menschlichen Lebens, es sind Kernpunkte des schulischen Bildungsauftrags. Sie verändern sich mit der Digitalisierung tiefgreifend.

Was genau kann Digitalisierung im Lehrerberuf bzw. in der Lehrerbildung bedeuten?

  • Arbeiten mit abwechslungsreichem, multimodalem Material > Motivation; Lerntypen berücksichtigen, individuelles Lernen ermöglichen
  • informatische Grundbildung: spätere Berufe vorbereiten helfen (Programmierer etc.)
  • eigene Arbeitsprozesse organisieren – Notenverbuchung, Raumbuchung, …
  • „handwerklicher“ Umgang mit Technik, Beamer und Co.; technisches Grundverständnis zur Fehlerbehebung
  • in „Krisenzeiten“ remote arbeiten können

Aus welchen Quellen beziehen wir Wissen? Auf welche Weise beziehen wir dieses Wissen? Wie verändert Digitalisierung unsere Kommunikation? Unsere Sprache? Unser Denken? Die Antwort auf diese Fragen führt auch zu der Erkenntnis, neue „alte“ Fähigkeiten zu fördern: Historiker nennen es „Quellenkritik“, im Zusammenhang mit der Digitalisierung können wir es allgemein „Medienkritik“ nennen. Lehrer*innen und Schüler*innen müssen grundlegend befähigt werden, Informationen zu filtern, seriöses Wissen zu finden etc. 

Bei all dem gibt es ernstzunehmende Probleme: Digitalisierung ist enorm ressourcenintensiv, kostet Geld, Zeit und Nerven. Zudem gibt es eine ausgeprägte Technikschüchernheit bei vielen Menschen. Kurzum: Die Digitalisierung stellt die Schule vor mächtige Herausforderungen.

Linktipp: Wie man Arbeitsblätter interaktiv gestaltet.

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